Zwergengeschichten aus dem Pomaska-Brand-Verlag (inklusive Verlosung)

 

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Klassische Märchen sind eine schöne Sache – aber ich finde sie ungeeignet für ganz kleine Kinder. Vor allem sensible und eher ängstliche Kinder wie auch unser Sohnemann sind mit den „wilden“ Geschichten oft noch überfordert. Interesse an phantasievollen Erzählungen haben sie dennoch – und hier habe ich zwei ganz tolle Geschichten-Reihen von Astrid Pomaska aus dem Pomaska-Brand-Verlag entdeckt.

 

Für die Allerkleinsten sind das die zwei Bände „Vom kleinen Zwerg“, Erlebnisse im Jahreslauf (*aff) und Abenteuer in Wald und Wiese (*aff). Jeder Band enthält 18 kurze, altersgerechte Geschichten für Kinder ab 2 Jahren. Die Bücher sind so aufgebaut, dass jeweils auf einer Doppelseite eine Geschichte und eine dazu passende Illustration Platz finden.

 

 

Von der ersten Seite an war mein Dreijähriger begeistert. Nach jeder beendeten Geschichte wollte er gleich die nächste hören und hing an meinen Lippen. Auch ich mag den einfachen Schreibstil mit vielen Wiederholungen und dem immer gleichen Schlusssatz „…und nun ist die Geschichte aus.“

Alle Bilder sind liebevoll handgezeichnet und – mit Ausnahme des Covers – nur schwarz-weiß gedruckt. Das ist bei all den bunten Kinderbüchern am Markt tatsächlich ungewöhnlich, aber unsere Kinder hat es überhaupt nicht gestört. Im Gegenteil, ich finde sogar, dass diese Schlichtheit die Fantasie anregt. Alternativ könnte man auch gemeinsam mit den Kindern die Bilder mit Farbstiften bemalen.

 

 

Jedem Buch liegt auch noch eine CD bei, auf der alle Geschichten als Hörbuch angehört werden können. Auch wenn bei uns derzeit noch Mamas Stimme bevorzugt wird, finde ich das eine schöne Möglichkeit und werde es vielleicht mal zum Einschlafen anbieten. Die Stimme ist angenehm und verbreitet eine stimmungsvolle Atmosphäre. Und als schöne Draufgabe gibt es einige Geschichten auch als Puppentheater auf Youtube. Einfach gehalten, langsam und somit perfekt für ganz Kleine, ideal als kindgerechter Start in die „Fernsehkarriere“.

 

Für etwas ältere Kinder – etwa ab 4 Jahren – gibt es inzwischen vier Bände von „Rotmütz der Zwerg.“ Die Geschichten erstrecken sich über mehrere Seiten und sind sprachlich etwas anspruchsvoller, aber immer noch sehr kindgerecht. Ich finde die Auswahl der Themen absolut gelungen. Egal ob in „Ein neues Zuhause im Eulenwald“ (*aff), „Neue Freunde im Eulenwald“ (*aff), „Mitsommer im Eulenwald“ (*aff) oder „In der Tropfsteinhöhle“ (*aff), immer erlebt der kleine Zwerg nette Geschichten. Diese sind durchaus auch mal spannend, aber niemals unheimlich oder gar ängstigend. Wieder sind die gezeichneten Bilder einfach und farblos, aber sehr schön anzusehen. Jedem Buch ist ein Lesezeichen mit dem farbigen Coverbild beigefügt - eine schöne Geste, die die liebevolle und persönliche Arbeit der Autorin Astrid Pomaska unterstreicht.

 

 

Wer tiefer in die Zwergen-Thematik einsteigen will, findet am Blog der Autorin schöne Anregungen rund um den Jahreskreis eines Zwergenlebens. Vieles davon ist angelehnt an die Waldorfpädagogik. Zugegebenermaßen bin ich ja mehr der Typ „Montessori“, aber viele Ansätze und Ideen gefallen mir sehr gut und wir werden bestimmt die eine oder andere Bastelidee oder ein Rezept mal ausprobieren.

 

Das Phantastische, teils „Unrealistische“ wie sprechende Tiere oder eben Zwerge entspricht nicht dem Zugang, den die Montessori zu Kinderbüchern hat. Da werden realistische Themen und naturgetreue Zeichnungen bevorzugt. Dennoch halte ich auch diese phantasievollen Geschichten sehr wichtig für Kinder und die liebevolle, kindgerechte Umsetzung in den Zwergen-Reihen gefällt mir ehrlich gut. Die Kinder lieben sie und wir lesen regelmäßig darin.

 

 

Ihr seid nun neugierig geworden und wollt den kleinen Zwerg oder Rotmütz auch kennenlernen?

 

Dann habt ihr jetzt die Chance, einen Zwergenband nach Wunsch zu gewinnen. Ich darf in Zusammenarbeit mit dem Verlag fünf Exemplare verlosen: Zwei direkt am Blog, zwei auf meiner FB-Seite und eines auf Instagram. Du erhöhst natürlich deine Gewinnchancen, wenn du auf mehreren Kanälen teilnimmst ;-).

 

Erzähle mir einfach in den Kommentaren, wem du das Buch gern vorlesen oder schenken würdest.

 

Das Gewinnspiel startet ab sofort und läuft bis Sonntag, 24. Juni 2018 um 22:00. Danach wird per Zufallsprinzip ausgelost und der Gewinner bekanntgegeben.

 

 

Teilnahme ab 18 Jahren. Der Gewinner wird namentlich auf meiner Seite genannt und meldet sich binnen 5 Tagen nach Bekanntgabe bei mir, ansonsten wird neu ausgelost. Keine Barauszahlung. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 

Für die Durchführung des Gewinnspiels werden die Namen der Teilnehmer benötigt. Auf Wunsch können diese nach Ablauf des Gewinnspiels sofort wieder gelöscht werden. Weitere Informationen zum Datenschutz findet ihr in der Datenschutzerklärung auf meinem Blog. Spezielle Fragen zur Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten könnt ihr auch per Mail an kontakt@juno-und-gefaehrtin.com richten.

 

 

 

*aff: Die gekennzeichneten Links sind affiliate-Links zu Amazon. Wenn ihr direkt über diesen Link bestellt, entstehen euch weder Mehrkosten oder zusätzlicher Aufwand, aber ich werde minimal am Umsatz beteiligt.

 

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„Mach mal leise, Mama!“ Weniger reden - mehr zuhören, vertrauen und genießen

 

Versteht mich bitte nicht falsch. Es ist absolut wichtig, mit Kindern zu reden. Nicht nur für den Spracherwerb ist es unentbehrlich, mit Kindern zu sprechen. Auch für den Aufbau von Beziehung und Bindung haben Worte eine wichtige Bedeutung. Kinder, mit denen viel auf Augenhöhe gesprochen wird, erfahren Interesse an ihrer Person, fühlen sich ernstgenommen, geliebt und ins Familienleben eingebunden. Ehrlich gemeinte schöne Worte können so viel bewirken. Mit Worten erklären wir unseren Kindern die Welt und wenn wir dann auch noch zuhören, was sie uns zu sagen haben und in ein echtes Gepräch kommen, ist das ein ganz wichtiges Element der bindungs- und bedürfnisorientierten Beziehung.

 

Aber jetzt mal ehrlich, im Alltag rede ich manchmal zu viel. Zu viele leere Phrasen, zu viele unnötige „Sei vorsichtig!“, zu viele Vorschläge und Vorausnahmen, zu viele Wiederholungen. Zu viel Dauerschimpfen, ohne aktiv etwas einzufordern, wenn es mir wichtig ist. Verbale Einmischungen, die nicht nötig wären. Und darum geht’s in diesem Beitrag.

 

Ich kann einem ängstlichen Kind in neuen Situationen mit sorgsam gewählten Worten und Erklärungen Sicherheit geben. Auch fröhliches Drauflosplappern kann mal hilfreich sein und Abwechslung bieten. Aber umgekehrt kann ich mit meinen unbedachten Worten den Entdeckerdrang des Kindes einbremsen, sein Streben nach Selbstständigkeit behindern und mit dauernden „Pass auf!“-Unkenrufen vielleicht Ängste hervorrufen, die sonst nicht wären.

Und nicht nur das. Es ist auch bekannt, dass im kindlichen Gehirn ein Gewöhnungseffekt eintreten kann und manche Worte dann wirklich nicht mehr wahrgenommen werden.

 

Ich ertappe mich viel zu oft bei diesen Vorsichtsrufen – auch in Situationen, die nicht ernsthaft gefährlich sind. Ebenso zerrede ich immer wieder Momente, in denen die Kinder in ihren Tätigkeiten kreativ werden könnten oder ihre eigenen Spiele und Arbeiten entdecken. So häufig bin ich sofort mit Ideen zur Stelle, was sie jetzt machen könnten – anstatt ihnen einfach Langeweile zuzugestehen und danach zu ermöglichen, ihre Phantasie auszuleben und herauszufinden, was gerade Spaß macht.

 

Ein weiterer Aspekt des Themas ist auch das Dauerschimpfen, in das man an schlechten Tagen so leicht hineingerät. Kennt ihr das auch? Ich bitte dann etwa den Sohnemann fünf oder gar sieben Mal, etwas zu unterlassen – anstatt mir klar zu überlegen, wie wichtig mir die Sache wirklich ist. Ist es mir ernsthaft wichtig, reichen zwei Wiederholungen allemal und dann muss ich es klar einfordern und aktiv werden. Ist es mir nicht wichtig, kann ich eigentlich auch das Dauerschimpfen einstellen. Eigentlich. Denn das ist oft verdammt schwierig.

 

Folgendes hilft mir dabei, etwas leiser zu werden, weniger zu reden und seltener zu schimpfen:

 

· Wie in vielen Dingen im Umgang mit Kindern gilt: Bewusstsein ist der erste Schritt zur Änderung. Es ist schon gut, dass es mir auffällt und ich die Situationen im Nachhinein reflektieren kann, auch wenn mein Mund noch viel zu oft Worte ausspuckt, die ich mir hätte sparen können.

 

· Keiner ist perfekt und auch kleine Schritte in die richtige Richtung sind toll. Es hilft ungemein, nicht zu planen: Heute schimpfe ich gar nicht. Sondern sich vorzunehmen: Wenn wir heute Abend die Zähne putzen, waschen und den Schlafanzug anziehen, nehme ich mich mit Worten zurück. Oder ich versuche in ganz kurzen Sequenzen oder bestimmten Situationen – etwa wenn das Töchterlein auf das Klettergerüst am Spielplatz klettert – mir auf die Zunge beiße und jedes zweite „Sei bitte vorsichtig!“ nicht herauszulassen.

 

· Hilfreich kann auch sein, sich einen Komplizen ins Boot zu holen, wenn man etwas an seiner Kommunikation ändern möchte. So habe ich meinen Mann schon gebeten, mir Bescheid zu sagen, wenn ich wieder in gewisse Muster verfalle.

 

· Falls ein Tag mal wieder gar nicht rund läuft und der Sohnemann und ich uns gegenseitig aufschaukeln beziehungsweise er meine Unzufriedenheit spiegelt und ich ins Dauerschimpfen verfallen, hilft oft ein „Ausstiegsszenario“. Wie ich hier schon beschrieben habe, haben wir eine Zeit lang spontan Schokoladeneis am Küchenboden sitzend gegessen, wenn ich mal wieder sehr genervt war. Dieser klare, aber bewusst von mir initiierte „Cut“ hat immer geholfen, meine Laune wieder zu heben und wieder dieses wunderbare Kind zu sehen und nicht die kleine Nervensäge, die er eben auch manchmal sein kann.

 

· Vor kurzem habe ich mir ein schönes Armband gegönnt – ein Geschenk an mich selbst und ein kleiner Anker im Alltag. Jedes Mal, wenn ich es trage und mein Blick auf den Anhänger mit der selbst gewählten Aufschrift „LEISE“ fällt, werde ich ein bisschen ruhiger, lehne mich zurück, spare mir ein paar unnötige Worte, vertraue meinen Kindern, dass sie vieles auch ohne meine sprachliche Dauerberieselung können und genieße es, sie zu beobachten. Ich mag die Kombination aus den pastelligen Farben und der Symbolik sehr – vielen Dank an die liebe Isabell, die meine Wünsche perfekt umgesetzt hat.

 

 

Einen wunderschönen, leisen Tag wünsche ich euch!

 

 

Wenn ihr mehr über einen achtsamen Familienalltag lesen wollt, dann seid ihr hier richtig: Ein Plädoyer für die Langsamkeit

Und meine Tipps für ein entspanntes Zusammenleben mit Kindern gibts hier: 10 Ideen für einen entspannten Familienalltag

 

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Tragetuch im Test: Onbu von Labellos (inklusive Verlosung)

 

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Lange war ich der Meinung, einen Onbu braucht man doch nicht. Wozu auch, es gibt jede Menge tolle Tücher und bequeme Tragehilfen. Welche Vorteile sollte dann ein Onbu haben? Nun, ich durfte jetzt einen testen und kann euch sagen, die gibt es definitiv. Die liebe Lisa von Labellos nähte mir einen tollen Onbu nach meinen Wünschen. Er wurde aus dem schönen „Colours of night“ von Lenny Lamb genäht. Ich mag die Farben so gerne und die Drachenkapuze ist doch genial, oder?

 

 

Bei Labellos gibt es sowohl die Möglichkeit, sich sein eigenes Tuch zu einer Tragehilfe nach Wunsch vernähen zu lassen als auch aus vorhandenen eines auszuwählen. Toll ist auch, dass Lisa immer wieder Tragen als Tester verschickt. Somit kann man probieren, ob Schnitt und Machart zu einem passen oder nicht. Das erspart Fehlkäufe und Unzufriedenheit.

 

Nun aber zum getesteten Onbu. Ein Onbuhimo ist eine Tragehilfe für den Rücken ohne Hüftgurt, wodurch er sich besonders schnell anlegen lässt und speziell auch für Schwangere gut geeignet ist. Das Kind lässt sich im Gegensatz zu manch anderen Tragehilfen recht hoch tragen, was vor allem neugierige kleine Personen oft sehr gut finden. Allerdings wird er erst für größere Traglinge empfohlen, die Kinder sollten auf jeden Fall frei sitzen können.

 

 

Meine Erfahrungen mit dem Onbu von Labellos sind ausnahmslos positiv. Er hat breite, dick gepolsterte Träger und ist damit wirklich bequem, da drückt nichts. Die Schnallen lassen sich gut einstellen und halten dann bombenfest. Der Brustgurt, der ein Verrutschen der Träger verhindert, lässt sich ebenfalls individuell anpassen. Die Kapuze kann mittels angenähter Bänder wie eine Kopfstütze verwendet werden, falls das Kind einschlafen sollte.

 

Das Töchterlein sitzt sehr gut darin, der Steg ist ausreichend breit und kann mit einem Tunnel angepasst werden. Sie fühlt sich darin wohl und hat mit den Armen ausreichend Bewegungsfreiheit, was ihr sehr wichtig ist. Wir verwenden den Onbu hauptsächlich daheim, wenn ich beide Hände frei haben möchte oder für kürzere Spaziergänge. Er lässt sich relativ klein zusammenlegen, da ja der Hüftgurt fehlt, und passt damit in meine Handtasche. So ist er im Handumdrehen einsatzbereit und bietet bei Spaziergängen dennoch ein anderes Tragegefühl als etwa ein Ringsling. Ausprobiert habe ich den Onbu auch mit meinem Dreijährigen, der inzwischen schon 17 Kilogramm hat. Auch das geht für kurze Strecken, ist aber natürlich schon sehr schwer – wie in jedem anderen Tragetuch auch. Für das Shooting konnte ich dieses Mal einen Tragepapa begeistern und auch er und sein süßer Sohnemann hatten nichts zu beanstanden.

 

 

Die Onbus von Labellos gibt es in zwei Größen, einmal ab Größe 68/74 bis Größe 104 und einmal ab Gr. 80 bis zum Ende der Tragezeit. Der Preis für das Nähen eines Standard-Onbuhimos liegt bei rund 100€, für Extras und Tuch kommt dann gegebenenfalls noch etwas dazu. Ich finde den Preis fair und gerechtfertigt, da doch einiges an Arbeit drin steckt und sehr individuelle Wünsche möglich gemacht werden. Zudem arbeitet Lisa wirklich flott und der Kontakt war zu jeder Zeit nett und hilfsbereit.

 

Fazit: Sehr gutes Tragegefühl, schnell angelegt, praktisch im Alltag und auf kurzen Spaziergängen, optisch total mein Fall. Klare Empfehlung für größere Traglinge!

 

VERLOSUNG

 

Und da größere Traglinge auch selbst schon mal zu Tragemamas und –papas werden, habe ich noch etwas Tolles für euch: Gemeinsam mit Labellos darf ich eine Puppentrage im Überraschungsdesign an euch verlosen!

 

Du kannst hier unter dem Beitrag kommentieren oder unter dem entsprechenden Post auf meiner Facebookseite. Wenn du beides machst, hüpfst du ein weiteres Mal in den Lostopf.

 

Das Gewinnspiel startet ab sofort und läuft bis Freitag, 22. Juni 2018 um 22:00. Danach wird per Zufallsprinzip ausgelost und der Gewinner bekanntgegeben.

 

 

Teilnahme ab 18 Jahren. Der Gewinner wird namentlich auf meiner Seite genannt und meldet sich binnen 5 Tagen nach Bekanntgabe bei mir, ansonsten wird neu ausgelost. Keine Barauszahlung. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 

Für die Durchführung des Gewinnspiels werden die Namen der Teilnehmer benötigt. Auf Wunsch können diese nach Ablauf des Gewinnspiels sofort wieder gelöscht werden. Weitere Informationen zum Datenschutz findet ihr in der Datenschutzerklärung auf meinem Blog. Spezielle Fragen zur Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten könnt ihr auch per Mail an kontakt@juno-und-gefaehrtin.com richten.

 

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Einkaufen mit Kindern – Stressvermeidung durch Beteiligung

 

Ich bin ganz ehrlich: Einkaufen ist nicht mein Ding. Ich mag keine Shoppingtouren und kann es schwer nachvollziehen, dass das für viele Menschen Freude und Entspannung bringt. Lebensmitteleinkäufe sind aber nun mal nötig und meine Kinder sehen die Sache auch etwas anders. Sie lieben es, mit mir in den Supermarkt zu fahren und den Wocheneinkauf zu erledigen. Lange Zeit war das allein mit zwei kleinen „Ich mag aber überhaupt nicht im Einkaufswagen sitzen bleiben“ - Kindern echt stressig für mich. Inzwischen haben wir einen ganz guten Weg gefunden, wie ich halbwegs entspannt bleiben kann und die Freude und Motivation der Kinder noch höher wurde. Beteiligung heißt das Schlüsselwort, und das von Beginn an.

 

Ich erzähle euch hier mal vom optimalen Ablauf, der natürlich im Real Life nicht immer so reibungslos funktioniert. Manchmal habe ich nicht genug Zeit, um alles gemeinsam mit den Kindern zu machen, der Einkauf erfolgt ganz spontan oder der Papa ist daheim und beschäftigt die Kinder, wenn wir zuhause ankommen und ich verräume die Einkäufe allein. Idealerweise läuft das aber so:

 

Unsere Vorbereitungsarbeit beginnt schon daheim. Wir schauen gemeinsam in den Kühlschrank und in die Vorratsladen, überlegen was wir die nächsten Tage kochen werden und was uns sonst noch fehlt oder sich dem Ende neigt. Ich schreibe dann eine Einkaufsliste und der Sohnemann zeichnet oder bastelt sich mit meiner Hilfe seine eigene. Aktuell hat er viel Freude daran, eine Auswahl der benötigten Lebensmittel aus Prospekten auszuschneiden und auf einen Zettel zu kleben. Das Töcherlein schnippelt und klebt natürlich auch schon mit, auch wenn das Ergebnis bei ihr noch nicht ganz so sauber wird ;-). Alternativ kann ich euch die Einkaufskarten der Wunderwerkstatt ans Herz legen, auch damit können die Kinder beim Einkaufen ganz wunderbar selbstständig agieren.

 

 

Wenn wir Einkaufen fahren, achte ich wenn möglich darauf, dass wir ausreichend Zeit dafür haben. Ebenso hat es sich bewährt, einen Zeitpunkt zu wählen, wo keines der Kinder müde oder hungrig ist, denn das lässt die Laune und Kooperationsbereitschaft schnell sinken.

 

Im Supermarkt gibt es dann diese von Müttern zwiespältig betrachteten Kindereinkaufswägen. Wenn man mit mehreren Kindern unterwegs ist und jedes im Höllentempo seinen eigenen kleinen Wagen durchs Geschäft manövriert, ist das eher mit Schweißausbrüchen als mit Freude über die kindliche Selbstständigkeit verbunden. Aber ich habe wirklich die Erfahrung gemacht, dass es mit einer klaren Aufgabe sehr gut klappt – und diese Aufgabe lautet, alle Produkte vom Einkaufszettel zu suchen und in den Wagen zu legen. Manchmal helfe ich dabei, die richtigen Regale zu finden oder lege Veto ein, wenn ich lieber ein alternatives Produkt möchte, aber in unserem Lieblingssupermarkt findet der Sohnemann mit seinen 3,5 Jahren schon vieles allein und erkennt dabei, welche Marken wir gern verwenden. Mir bleibt dabei im Normalfall genügend Zeit, um alle anderen benötigten Lebensmittel, die nur auf meiner Liste stehen, ebenfalls zusammenzusuchen.

 

 

Wenn alle Sachen gefunden sind, geht’s ab zur Kassa und auch da habe ich immer zwei fleißige Helfer, die beim Aufräumen aufs Förderband und anschließend beim Wiedereinräumen in den Einkaufswagen helfen. Beim Auto ist die Motivation dann teilweise schon etwas verflogen, aber oft hilft mir vor allem das Töchterlein dann zuhause auch noch beim Einräumen der Lebensmittel in die entsprechenden Küchenschubladen, die sie gut erreichen kann.

 

Wie so oft ist Lob für die geleistete Arbeit hier gar nicht nötig. Es erfüllt die Kinder mit Stolz und Zufriedenheit, dass sie sich an den Familienaufgaben beteiligen und gebraucht werden.

 

Dennoch gab es auch schon die Situation, dass beide Kinder sehr übermütig und energiegeladen in den Laden gestürmt sind und ich Sorge um die Flaschen in den unteren Regalreihen hatte. In solchen Momenten bin ich für klare Worte und wenn das nichts ändert, bleibt meine Hand am Kindereinkaufswagen verhindert wildes Herumsausen. Auch habe ich schon den Wagen des Töcherleins geparkt und sie wechselte für den Rest des Einkaufs ins Tragetuch beziehungsweise den Ringsling, den ich für den „Notfall“ dabeihabe.

 

 

 

 

Ihr intessiert euch für Inspirationen, die zu mehr Entspannung im Familienleben beitragen können?
Dann schaut mal hier: 10 Ideen für einen entspannten Familienalltag

 

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Tablett-Aktivitäten mit 3,5 Jahren

 

Zu meinen beliebtesten Blogbeiträgen zählen die Tablett-Ideen, zum Beispiel mit 30 Monaten oder mit 12 Monaten. Dabei versuche ich, eine schöne Mischung aus klassischen Übungen des praktischen Lebens nach Montessori, kreativen Aufgaben, feinmotorischen Herausforderungen und Sortier- und Konzentrationsübungen zusammenzustellen.

 

Der Sohnemann ist aktuell 3,5 Jahre alt und ich zeige euch, welche Aktivitäten ich ihm in den letzten Monaten gelegentlich auf seinem Arbeitstablett angeboten habe. Nicht alles fand er gleichermaßen gut, aber manche Aktivitäten kamen durchaus wiederholt zum Einsatz. Zur Einführung habe ich ihm die Aufgaben einmal mit langsamen Bewegungen vorgemacht, vieles ist aber selbsterklärend.

 

 

Knöpfe auffädeln: Sehr beliebt beim Sohnemann und auch bei Besucherkindern ist dieses Tablett, das eigentlich eine Idee und eine Leihgabe der Oma ist. Jede Menge Knöpfe in verschiedenen Farben und Größen werden mit einer stumpfen Nadel auf ein Stück Baumwollfaden aufgefädelt. Für kleinere Kinder kann man alternativ große Holzperlen oder Makkaroni-Nudeln verwenden.

 

 

 

Flasche mit Spritze befüllen: Diese Übung ist schon relativ komplex und gar nicht so einfach. Zuerst wird die Spritze in der Wasserschale aufgezogen und anschließend das Wasser in die kleine Öffnung der Flasche gespritzt. Eine einfachere Variation wäre, das Wasser von einer Schüssel in eine andere zu transportieren. Den Umgang mit der Spritze hat der Sohnemann übrigens in der Badewanne perfektioniert. Leere Spritzen bekommt man in verschiedenen Größen in der Apotheke.

 

 

 

Stifte spitzen: Es erfordert einiges an Übung, Farbstifte zu spitzen. Darum habe ich diese Aktivität vorab gesondert auf einem Tablett angeboten, später ist es dann Teil des Zeichenprozesses und kann bei Bedarf ausgeführt werden.

 

 

 

Sandwanne: Sehr gut kam bei meinem kleinen Sandkastenfreak auch die Sandwanne an. Dafür habe ich einfach den Deckel einer Schuhschachtel mit feinem Sand befüllt und dazu einige Karten mit Mustern oder einfachen geometrischen Figuren wie Kreis, Quadrat, Dreieck und dergleichen angeboten.

 

 

 

Fischen: Aus vorhandenen Materialien in der Küche habe ich diese Übung für Konzentration und Feinmotorik kreiert. Abgeschnittene Stückchen von Strohhalmen schwimmen im Wasser und werden mit einem Milchpulver-Löffel, in den ich mit der Nagelschwere kleine Löcher gebohrt habe, herausgefischt und in der kleinen Schüssel gesammelt. Alternativ können natürlich auch andere schwimmende Gegenstände sowie ein kleines Sieb verwendet werden.

 

 

 

Nudeln zählen: Die Idee zu dieser Aufgabe lieferte mir die Wunderwerkstatt, dort findet man sie in etwas abgewandelter Form. Da mein Sohn die Ziffern noch nicht lesen kann, habe ich stattdessen das Würfelbild aufgemalt. Zur Fehlerkontrolle sind die Nudeln genau abgezählt, es sollte also keine übrig bleiben.

 

 

 

Holz schleifen: Für kleine Handwerker ist dieses Tablett bestens geeignet. Kleine Holzreste und ein Stück Schleifpapier warten auf ihre Verwendung. Hier macht es Sinn, den Kindern vorab den Umgang mit dem Schleifpapier zu zeigen.

 

 

 

Hammerspiel: Das Hammerspiel kann man wie abgebildet fertig kaufen, es ließe sich aber auch gut selbst machen mit einem Stück Kork oder Styrodur, ein paar kleinen Nägeln, einem handlichen Hammer und geometrischen Formen aus beispielsweise Filz.

 

 

 

Buntes Kreativtablett: Hier habe ich dem Sohnemann ein paar bunte Papierreste, zwei Motivlocher, ein Glas mit Tapetenkleister, einen Pinsel und ein Blatt Zeichenpapier angeboten und ihn einfach werken lassen.

 

 

Viel Spaß beim Nachmachen und Ausprobieren!

 

 

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Die Bedeutung des Radfahrens für die kindliche Entwicklung

 

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Abgesehen vom Spaßfaktor – warum sollten kleine Kinder schon Radfahren? Hat das irgendwelche Vorteile? Ein gutes Kinderfahrrad wie etwa das woombike kostet durchaus Geld und im Laufe der Jahre muss immer wieder ein größeres her, denn nur wenn das Rad wirklich zum Kind passt, macht das Radeln auch Spaß.

 

Nach einem guten Jahr Laufraderfahrung hat der Sohnemann vor kurzem sein erstes richtiges Fahrrad bekommen. Denn ja, Radfahren hat viele Vorteile und fördert die kindliche Entwicklung ganzheitlich in den unterschiedlichsten Bereichen. Über unsere Erfahrungen mit dem woombike berichte ich später, zuerst möchte ich noch die wichtigsten Aspekte beleuchten, welchen Wert das Radfahren für die Entwicklung unserer Kleinsten hat.

 

 

Naheliegend ist natürlich die motorische Entwicklung. Radfahren ist ein komplexer Bewegungsablauf und erfordert neben Gleichgewicht und Kraft vor allem auch koordinative Fähigkeiten beim Treten der Pedale und beim Lenken. Laufrad- und Dreiradfahren sind hierfür die ideale Vorbereitung.

 

Beim Radfahren werden viele Sinne angesprochen. Eine gute vestibulare Wahrnehmung, also ein gut ausgebildeter Gleichgewichtssinn, stellt die Basis für gelingendes Lernen dar und wirkt sich auch positiv auf Aufmerksamkeit und „Still-Sitzen-Können“ aus. Die sogenannte Tiefenwahrnehmung wird beim kräftigen Treten in die Pedale sowie beim Abstützen am Lenker aktiviert. Das muss außerdem seinen Sehsinn nutzen, um eventuelle Hindernisse am Weg zu erkennen und auch Geräusche wahrnehmen können, etwa wenn sich ein Auto nähert oder die begleitenden Eltern Anweisungen geben.

 

Radfahren fördert in hohem Ausmaß Konzentration und Ausdauer. Nur wer gut bei der Sache ist, auf den Weg achtet und die Bewegungen ruhig und gleichförmig ausübt, wird gut und sicher radeln.

 

 

Ganz wichtig finde ich auch den emotionalen Faktor. Radfahren erfordert anfangs Mut und das Sich-Einlassen auf eine neue Bewegungserfahrung. Auch wenn es mit den modernen, leichten Rädern wie dem woom relativ schnell zu erlernen ist, braucht das Kind Geduld und Durchhaltevermögen. Andererseits ist auch ein wenig Respekt vor der Geschwindigkeit vonnöten sowie gezielt eingesetzte Vorsicht, um keine schweren Stürze zu provozieren. Dieses Abschätzen von Risiken und die Entwicklung eines angemessenen Gefahrenbewusstseins können dem Kind in allen Lebensbereichen zugutekommen. Und wenn es dann doch mal stürzt, was ja auch dazugehört, kann es daraus lernen.

 

Beim Radfahren mit Eltern und Geschwistern werden Kinder schrittweise an die Teilnahme am Straßenverkehr herangeführt und könenn hier altersgerechte Kompetenzen entwickeln. Verkehrsregeln werden nach und nach erlernt und begriffen.

 

Ein Fahrrad ist für ein Kind ein wertvoller Besitz und es kann ihm damit ein sorgsamer Umgang mit Eigentum nahegebracht werden. So wird bei uns beispielweise das Rad gemeinsam geputzt und gepflegt und es hat einen festen Platz, wo es geparkt wird, anstatt lieblos in einer Ecke zu landen.

 

 

Bewegung im Allgemeinen – und dazu gehört Radfahren natürlich auch – ist immens wichtig für die Kindergesundheit. Sie beugt Übergewicht vor, verbessert das Körpergefühl und führt zu mehr Wohlbefinden. Radfahren an der frischen Luft stärkt das Immunsystem und lässt Kinder widerstandsfähiger gegen Krankheiten werden. Zudem sind Kinder, die sich viel draußen auspowern können, im Alltag oft ausgeglichener und zufriedener.

 

Last but noch least macht Radfahren einfach Spaß. Viele Kinder spüren den Reiz dieser speziellen Fortbewegung und haben viel Freude daran. Als Familie bietet Radfahren eine schöne Möglichkeit, gemeinsam etwas zu unternehmen, sinnvoll Zeit miteinander zu verbringen und sich dabei zu bewegen.

 

 

 

Na, überzeugt? Dann erzähle ich euch jetzt, wie es bei uns gelaufen ist mit dem Erlernen des Radfahrens.

 

Nachdem es mit dem Laufrad beim Sohnemann schon sehr gut klappte und er auch längere Strecken mit hochgehobenen Füßen die Balance halten konnte, erschien es uns nun mit dreieinhalb Jahren die richtige Zeit für ein Fahrrad zu sein. Nach ein paar Internetrecherchen und den Erfahrungen von Bekannten entschieden wir uns für ein woombike. Vielen Dank an dieser Stelle an das Unternehmen, die unser Vorhaben und diesen Blogbeitrag mit einem tollen Rabatt unterstützte.

 

Die Homepage ist sehr informativ und so war schnell klar, dass das woom 2 das Passende war. Die Bestellung wurde in kürzester Zeit bearbeitet und schon wenige Stunden später war das Rad am Weg zu uns. Die Freude beim Auspacken war groß – sowohl für den Sohnemann, der sehr aufgeregt und begeistert war als auch für mich, denn das Rad wurde fast vollständig montiert geliefert. Der kleine Mann wollte mit dem Aufbau auf den Papa warten, aber das Montieren des Lenkers und der Pedale hätte sogar ich Techniknull auf die Reihe gebracht.

 

Als alles an Ort und Stelle war und der Sattel die richtige Höhe hatte, spielten wir erst ein wenig mit den Pedalen und der Sohnemann schob das Rad zu einem geeigneten ebenen Straßenstück. Wir hatten extra auf den Papa gewartet und als der kam, war der Sohnemann leider schon etwas müde, so fiel der erste Versuch sehr kurz aus. Dennoch fuhr er da schon die ersten Meter allein. Bei den nächsten „Ausfahrten“ wollte er erst mal das Bremsen, Stehenbleiben und Absteigen üben und hatte das bald perfektioniert. Weiter als ein paar Meter wollte er aber nicht fahren. Wir ließen ihn, Druck machen bringt da meiner Meinung nach sowieso nicht und ich war überzeugt davon, dass der Spaß am Radfahren bestimmt bald kommen würde. Genau so war es dann auch, plötzlich klappte es wie von selbst und nach insgesamt vielleicht 20 Minuten Probieren radelte er problemlos und mit dickem Grinser im Gesicht herum. Er kann selbstständig die Pedale richten, aufsteigen und wegfahren, er kann Hindernissen ausweichen und Kurven fahren und anschließend wieder bremsen und absteigen. Und vor allem hat er Freude daran und ist mächtig stolz.

 

 

 

Ich würde mich jederzeit wieder für ein Fahrrad von woom entscheiden. Es ist wirklich unglaublich leicht, sehr hochwertig verarbeitet und perfekt auf die Bedürfnisse von kleinen Fahranfängern geeignet. Die Bremsen sind mit kleinen Händen gut zu bedienen. Die Farben sind fröhlich und leuchtend und die Räder als Ganzes ein Blickfang. Auch das Zubehör wie Ständer und Glocke, das sich individuell dazu bestellen lässt, ist von guter Qualität und sehr funktional.

 

 

Den Eltern von kleinen Fahrradfahrern kann ich abgesehen von dieser Produktempfehlung noch Folgendes raten:

 

Lasst eure Kinder viel und lange mit dem Laufrad fahren, das bringt fürs Erlernen des Radfahrens wirklich enorm viel. Unser Laufrad hatte auch eine Bremse, so dass dem Sohnemann der Umgang damit auch schon bekannt war. Wenn dann auch noch das Treten mit Dreirad oder Trettraktor schon bekannt ist, ist der Schritt zum Radfahren nicht mehr so groß.

 

Lasst den Kindern Zeit und erlaubt ihnen, das Radfahren in ihrem Tempo zu erlernen. Es darf Spaß machen, muss aber nicht. Möglicherweise ist der richtige Zeitpunkt auch erst in drei oder sechs Monaten oder das Kind braucht wie unser Sohnemann mehrere kurze Anläufe, bevor es „klick“ macht. Andere Kinder mit Rädern können motivierend wirken oder auch das Gegenteil bewirken, auch hier muss individuell geschaut werden. Bedürfnisorientierte Elternschaft macht auch vor dem Radfahren nicht Halt ;-).

 

Schaut euch unbedingt diese Tipps auf der woom-Homepage an, da sind richtig gute Ra(d/t)schläge zum Üben des Radfahrens dabei.

 

Helm tragen ist natürlich ein Muss und hier kann ich nur raten, einfach mit gutem Vorbild voranzugehen und auch selbst einen Fahrradhelm zu tragen. Dann wird es für die Kinder auch selbstverständlich.

 

Und nun – viel Spaß! Ich freue mich über eure Erfahrungsberichte, kommentiert doch gerne wie es bei euch lief und läuft mit dem Biken <3.

 

 

 

 

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Tragetuch im Test: Trageschlingel (inklusive Verlosung)

 

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Gewonnen hat Melanie Dargel, bitte melde dich bei mir!

 

Unter dem passenden Namen „Trageschlingel“ werden seit Dezember letzten Jahres von einer österreichischen Firma praktische Tragetuch-Schlaufen zum Verkauf angeboten. Ich durfte die Schlingel testen und möchte sie euch nun gerne näher vorstellen. Vielen Dank an dieser Stelle für die nette Zusammenarbeit!

 

Die Firmeninhaberin Doris hat zwei Kinder, die inzwischen vier und acht Jahre alt sind. Beide wurden ganz lange und viel von ihr und ihrem Mann getragen. Sie haben einiges an Tüchern und Tragen ausprobiert, waren aber nie so wirklich damit zufrieden, weil entweder das Anlegen oder Binden so umständlich und langwierig war, die langen Tuchenden gestört haben oder Schnallen und Verschlüsse gedrückt haben. So begann Doris irgendwann, selbst Tragetücher beziehungsweise Slings zu nähen, wobei ihr eine hohe Qualität und Stoff aus 100% Baumwolle am Wichtigsten waren. Inzwischen werden die Schlingel von einer österreichischen Weberei gewebt und von einer Näherei konfektioniert. 

 

Jeder Trageschlingel ist eine Schlaufe, die aus einem Tragetuch in Kreuzkörperwebung in einer fixen Länge genäht wurde. Es gibt ihn in acht verschiedenen Längen, diese muss genau auf den Tragenden abgestimmt sein. Auf der Homepage findet man eine bebilderte Anleitung, um die passende Größe zu ermitteln. Getragen wird wahlweise mit einem oder zwei Schlingeln, auch hierzu findet man auf der Firmenseite Infos. Die Tragevariante mit zwei Tuchschlaufen vor dem Bauch ist grundsätzlich eher für kleinere Babys geeignet und die Version mit einem einzelnen gekippten Schlingel auf der Hüfte für Kinder ab Sitzalter. Auf der Homepage wird auch die Wiege gezeigt. Diese Bindeweise würde ich aufgrund der Position des Kindes höchstens zum kurzen Stillen zwischendurch empfehlen, aber nicht zum längeren Tragen.

 

Erhältlich ist der Trageschlingel in verschiedenen Farben, wir entschieden uns für Burgund Duo und Burgund Stripes. Als die beiden Testschlingel bei mir ankamen, fiel mir gleich die dünne Qualität auf. Dies hat den Vorteil, dass sich die Tuchschlaufen wirklich sehr klein zusammenlegen lassen und somit kaum Platz in der Handtasche wegnehmen.

 

Da das Töchterlein ja schon relativ groß ist und 12 Kilogramm wiegt, haben wir nur mit einem Schlingel im Hüftsitz getragen. Das Anlegen der Schlaufe und das Kippen ist ganz einfach und bei passender Größe sitzt das Kind darin gut. Das Tuch kann bis in die Kniekehlen gezogen werden, um eine schöne Anhock-Spreizhaltung zu erreichen und ist auch im Rücken gestützt. Es ist allerdings wirklich wichtig, dass die Größe zum Tragenden passt.

 

Für mich persönlich ist der Trageschlingel kein kompletter Ersatz für ein herkömmliches Tragetuch, aber eine schöne Ergänzung. Meine Tochter mag schon gerne selbst laufen, aber wird dann doch mal müde oder ich trage sie in manchen Situation sicherheitshalber, zum Beispiel im Straßenverkehr. Für diese Zwecke ist der Trageschlingel wirklich praktisch. Ich habe ihn meist in der Handtasche dabei oder trage ihn als Loop um den Hals – das weinrot ist auch sehr hübsch, wie ich finde. In Sekundenschnelle ist er dann als Tragehilfe einsatzbereit und das Töcherlein sicher auf der Hüfte und ich habe meine Hände frei. Schneller und unkomplizierter geht’s kaum.

 

Die Kreuztrage aus zwei Trageschlingeln für kleinere Babys eignet sich gut für Eltern, die gerne im Tuch tragen möchten, aber sich vor dem Binden scheuen und eine unkomplizierte Variante bevorzugen. Bei passender Größe des Schlingels sitzt das Kind auch darin in sehr guter Position, wie ich mit verschiedenen Mamas testen konnte.

 

Einen kleinen Nachteil sehe ich darin, dass Mama und Papa im Normalfall nicht mit dem gleichen Tuch tragen können und auch dicke Winterjacken können problematisch sein, wenn man den Schlingel darüber verwenden möchte.

 

Der Preis für einen Schlingel liegt bei rund 40€, für die Kreuztrage müssen daher 80€ an Ausgaben eingeplant werden. Das Preis-Leistungsverhältnis finde ich angemessen, zumal es sich um ein regional hergestelltes Produkt handelt.

Wer im Tuch tragen möchte, aber nicht selbst binden will und eine schnelle Alternative zum nervigen „am Arm-Tragen“ von älteren Kindern sucht, ist mit dem Trageschlingel wirklich gut beraten.

 

VERLOSUNG

 

In Zusammenarbeit mit der Firma Trageschlingel darf ich nun einen Schlingel in Wunschgröße und Wunschdesign (sofern lagernd) verlosen. Was musst du dafür tun?

 

Du kannst hier unter dem Beitrag kommentieren oder unter dem entsprechenden Post auf meiner Facebookseite. Wenn du beides machst, hüpfst du ein weiteres Mal in den Lostopf.

 

Das Gewinnspiel startet ab sofort und läuft bis Freitag, 25. Mai 2018 um 22:00. Danach wird ausgelost und der Gewinner bekanntgegeben.

 

 

 

Teilnahme ab 18 Jahren. Der Gewinner wird namentlich auf meiner Seite genannt und meldet sich binnen 7 Tagen nach Bekanntgabe bei mir. Keine Barauszahlung. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 

 

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Selbstständigkeit von Kindern fördern - oder einfach zulassen

 

Es scheint eine wichtiges Erziehungsziel zu sein, dass Kinder lernen, selbstständig Tätigkeiten auszuüben und gerade in der Montessoripädagogik ist dies ein zentrales Thema. Es gibt tolle Hilfsmittel und Materialen, um dies zu unterstützen, aber eigentlich bin ich überzeugt davon, dass man als Eltern Selbstständigkeit gar nicht gezielt fördern muss. Der Drang, etwas allein zu tun, kommt vom Kind selbst. Nicht bei allen Kindern ist das in allen Bereichen gleich ausgeprägt und schon gar nicht passiert es zu einem fixen Zeitpunkt, aber meist macht sich das Kind deutlich bemerkbar, wenn es „Alleine!“ einfordert. Die große Kunst ist es, dies zuzulassen und dem Kind den nötigen Raum zu geben, sich auszuprobieren und neue Tätigkeiten zu erlernen.

 

Das Töcherlein ist aktuell 22 Monate alt und wollte vor zwei Tagen ihre Nachmittagsjause selbst zubereiten – ein Marmeladenbrot sollte es werden. Sie tat das dann auch mit bewundernswerter Ausdauer und werkte, strich, schnitt, schleckte und aß fast eine halbe Stunde lang hoch konzentriert. Ja, es wäre schneller und vor allem sauberer abgelaufen, wenn ich das für sie übernommen hätte. Aber der Lerneffekt dieser halben Stunde war riesig groß. Kein Übungsmaterial hätte ihre Feinmotorik besser trainiert und kein Lernspiel hätte zu tieferer Aufmerksamkeit geführt. Die Motivation kam aus ihr selbst und am Ende war sie nicht nur satt, sondern auch hoch zufrieden und glücklich. Natürlich hatten wir danach einiges zu putzen und wir mussten gründlich Hände und Gesicht waschen sowie ein neues Oberteil anziehen, aber das war es defintiv wert.

 

 

Ich weiß, all das ist leichter gesagt als getan. Im Alltag fehlen mir häufig die Zeit und die Geduld, das Selbermachen zuzulassen und ich greife ein, helfe mehr als nötig oder mache es schnell selbst.

 

So oft wie möglich versuche ich aber, den Drang nach Selbstständigkeit und Selbsttätigkeit nicht abzuwürgen. Folgende Aspekte finde ich diesbezüglich wichtig:

 

·         Im Zentrum steht immer das Kind. Es zu beobachten und zu schauen, was es schon schaffen kann und vor allem auch möchte, ist der wohl wichtigste Punkt. Die meisten Kinder äußern sich sehr klar, wenn sie etwas alleine machen wollen und dann sind sie in der Regel auch bereit dazu. In der Montessoripädagogik spricht man von „sensiblen Phasen“, also Entwicklungsfenstern, in denen das Kind ein besonderes Interesse daran hat, etwas Neues zu erlernen. Diese Phasen zu nutzen erleichtert jegliches Lernen.
Für mich gehört zu dieser Kindorientiertheit aber auch, dass es okay ist, wenn meine Kinder etwas nicht selbsttätig machen wollen oder plötzlich wieder Hilfe einfordern, auch wenn sie etwas zu früheren Zeitpunkten schon alleine konnten. Der Sohnemann hat seit längerem kaum Interesse daran, sich allein an- und umzuziehen. Er lässt sich diesbezüglich gern bedienen und wenn ich die Zeit dazu habe, mache ich das auch. Es stört mich nicht und ich habe keinerlei Sorge, dass er das nicht zu gegebenem Zeitpunkt noch erlernen wird. Dieses Umsorgtwerden und das Gefühl, dass sich jemand liebevoll kümmert – in diesem Fall zum Beispiel durch das Anziehen des Schlafanzugs - finde ich auch schön und vermittelt Geborgenheit.

 

·         Wenn die Kinder im Alltag möglichst selbstständig agieren wollen, erfordert das eine Umgebung, in der das möglich ist. Die „vorbereitete Umgebung“ nach Montessori ist auch zuhause eine gute Sache. So haben wir kindgerechte Möbel, die alleine genutzt werden können und Materialien, Spielsachen, Kleidung und Utensilien zur Körperpflege sind den Kindern frei zugänglich. Klar war es anfangs mühsam, dass das Töchterlein ihre Kleider viele Mal aus ihrer Kommode geräumt hat und wieder hineingeschmissen hat. Nach einigen Durchgängen war das Interesse daran aber befriedigt und nun holen sich beide Kinder ihre Kleidung selbst, nur ab und zu muss ich Veto einlegen ;-). Über unseren Waschtisch habe ich hier berichtet und Artikel zu Küchen- und Putzbereich sowie Garderobe gab es auch schon gesondert. Der Lernturm hat dem Sohnemann viel Selbstständigkeit ermöglicht, bei unserer kleinen Turnerin war er hingegen wenig im Einsatz. Gerade jetzt in der warmen Arbeitszeit übernehmen die Kinder selbstständig Tätigkeiten im Garten, hier ein älterer Artikel dazu vom Vorjahr.

 

·         Stress vermeiden und für alles genug Zeit einplanen ist essentiell, wenn ich meinen Kindern Selbsttätigkeit ermöglichen möchte. Der Sohnemann geht sehr gerne mit mir einkaufen, fährt dabei mit einem kleinen Einkaufswagen durch den Supermarkt und sucht Sachen zusammen, die auf seiner eigenen Einkaufsliste stehen hat. Das dauert natürlich deutlich länger und geht nur, wenn ich nicht schon kurz danach den nächsten Termin einhalten muss. Wenn wir von zuhause fortfahren, mag sich das Töchterlein gerne selbst anziehen und die dafür erforderliche Geduld habe ich nur, wenn ich genügend Zeitpuffer dafür eingeplant habe.

 

·         Natürlich hat die Selbstständigkeit von Kindern auch Grenzen – nämlich dort, wo es gefährlich wird oder andere Menschen sowie wertvolle Gegenstände zu Schaden kommen würden. So darf das Töchterlein gern mit dem Buttermesser hantieren und unter Aufsicht auch mal mit einem schärferen kleinen Messer, aber alleine mit meinem großen Fleischmesser lasse ich sie nicht schneiden. Der Drang nach Autonomie muss im Straßenverkehr von mir reglementiert werden, manches geht eben einfach nicht. Dennoch versuche ich mich vor jedem „Nein“ meinerseits zu fragen „Warum nicht?“ und wenn das Argument nur ist, dass ich hinterher drei Minuten putzen muss oder ein Kind ein frisches Shirt braucht, dann springe ich oft doch noch über meinen Schatten und lasse sie ausprobieren.

 

·         Trotz allem finde ich es auch okay, wenn ich mal nicht die Nerven dafür habe. Dann mache ich Dinge schnell selbst. Um noch mal auf das Marmeladebrot zurück zu kommen: Es macht wenig Sinn, wenn ich das Töchterlein mit Brot und Butter werken lasse, aber nur genervt daneben stehe und ständig ermahne, nur ja nicht zu kleckern oder im schlimmsten Fall sogar schimpfe, weil Marmelade am Shirt landet. Die Grundeinstellung aber soll bleiben, dass ich Selbstständigkeit meiner Kinder zulassen möchte, so oft das eben möglich ist. Es macht sie nicht nur kompetent für die Zukunft, sondern vor allem auch sehr zufrieden und stärkt ihren Selbstwert.

 

In diesem Sinne wünsche ich euch viel Geduld, viel Spaß mit Marmelade an den Ohren und verkehrt herum angezogenen Schuhen und eine schöne Zeit mit euren Liebsten <3.


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Kleine Helfer ganz groß
Montessori-Momente

 

 

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