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Alternative Monatshygiene

 

Wer sich als Frau mit Themen wie Nachhaltigkeit und Müllvermeidung auseinandersetzt und auf Chemie am und im Körper möglichst verzichten will, wird irgendwann auch nach alternativen Möglichkeiten zur Monatshygiene stoßen. Anstatt herkömmliche Tampons, Binden und Slipeinlagen zu verwenden, die nach Gebrauch weggeworfen werden, gibt es die Möglichkeit von Menstruationstassen und Stoffbinden. Beides kann sehr lange verwendet werden und spart dadurch nicht nur einiges an Müll, sondern auch Geld.


In Zusammenarbeit mit Barbara von Kukilu möchte ich euch weitere Vorteile von alternativen Monatshygieneprodukten näher bringen, ausgewählte Produkte vorstellen, Tipps zur Anwendung geben und außerdem könnt ihr auch noch eine tolle Menstasse gewinnen.

 

Eine Menstruationstasse ist ein becherförmiges Gefäß aus medizinischem Silikon, das in die Scheide eingeführt wird und dort das Menstruationsblut auffängt. Der Inhalt wird nach mehreren Stunden einfach ins WC gekippt und die Tasse kurz gereinigt und neu eingesetzt. Da es sie in verschiedenen Größen gibt, kann sie von jeder Frau verwendet werden. Die Anwendung klappt mit etwas Übung gut und der große Vorteil ist, dass sie viel seltener gewechselt beziehungsweise geleert werden muss wie Tampons oder Binden. Das ist vor allem unterwegs praktisch. Schwimmen, Sauna, Sport – alles ist damit möglich. Da die Tasse bis zu zehn Jahre lang verwendet werden kann, spart das richtig viel Geld. Ein weiterer positiver Aspekt ist der gesundheitliche. Menstruationstassen enthalten keine Chemikalien, trocknen die Scheide nicht aus und sind sehr gut verträglich.

 

Barbara von Kukilu ist überzeugt von der Menstruationstasse, die sie sowohl selbst verwendet als auch in ihrem Laden verkauft. Sie erzählt mir Folgendes dazu: „Also für mich ist es einfach nicht nachvollziehbar, warum jemand die Tasse nicht verwenden sollte, da ich keinerlei Nachteile sehe. Abgesehen vom Preis und dem Nachhaltigkeitsaspekt ist eine Tasse komplett praktisch. Ich muss nie wieder Tampons einkaufen, ich muss nicht alle paar Stunden wechseln und am Arbeitsplatz heimlich Tampons in meine Hosentasche stopfen. Die Tasse leere ich in 12-Stunden-Abständen in der Früh und am Abend aus, höchstens am stärksten Tag der Regel untertags noch einmal zusätzlich. Wenn ich auf der Toilette bin, dann leere ich sie direkt über der Kloschüssel aus, spül kurz mit kaltem Wasser aus und setz sie wieder ein. So easy! Außerdem kommt es seltener zu Regelschmerzen, weil die Tasse tiefer sitzt als ein Tampon und es daher zu nicht so starken Krämpfen kommen kann.“

 

Das klingt doch super, oder? Des Weiteren hat Barbara noch ein paar hilfreiche Tipps zur Anwendung auf Lager: „Es kann sein, dass es anfangs ein bisschen dauert, bis man die richtige Handhabung im Gefühl hat, dann vielleicht am besten beim Duschen üben, damit es keine Blutflecken gibt oder die Tasse nicht in der Toilette versenkt wird. Und noch ein Tipp von mir: Die Tasse immer in der Hocke entfernen. Ich habe es am Anfang öfter im Bad im Stehen versucht und tat mich schwer, aber sitzend am WC oder in der tiefen Hocke klappt es perfekt.“

 

Inzwischen gibt es sehr viele Anbieter und Modelle, dass es gar nicht mehr so einfach ist, den Überblick zu behalten. Lunette, Me Luna, DivaCup, Yuuki, MoonCup, Merula, Lamazuna, Queen Cup, DivineCup, Dutchess Cup, MonthlyCup und wie sie alle heißen – das Angebot ist riesig. Auf den Internetseiten der Anbieter kann man sich die Produkte ansehen und vergleichen. Ebenso findet man verschiedene Erfahrungsberichte von Frauen im Netz. Schöne Infos gibt’s etwa auf schoenemens.de oder menstruationstasse.com. Ganz wichtig ist aber, dass die Menstruationstasse aus medizinischem Silikon besteht. Es gibt auch sehr günstige Modelle (deutlich unter 20€) in der Drogerie und im Internet, von denen dringend abzuraten ist. Sie enthalten Weichmacher, die sich lösen können und krebserregend wirken.

 

Barbara von Kukilu hat sich für den Verkauf des LadyCups entschieden. Diese Menstruationstasse wird ausschließlich aus medizinischem Silikon in der EU hergestellt. Laut Angaben des Herstellers ist sie bei guter Pflege bis zu 15 Jahre verwendbar und die Anschaffung rentiert sich schon nach wenigen Monaten. Ihr bekommt sie bei Kukilu um 29,90€.

 

Als Backup zur Menstasse oder an den schwächeren Tagen gibt es waschbare Binden und Slipeinlagen aus Stoff. Hier findet man ebenfalls ein großes Angebot am Markt und kann aus verschiedenste Modellen, Größen und Materialien wählen. Als Nässeschutz wird PUL wie bei Stoffwindel-Überhosen oder alternativ Wolle verwendet, bevorzugt kommen die verwendeten Saugmaterialien aus biologischem Anbau. Bekannte Marken sind beispielsweise Momiji natural, Ellas, Imse Vimse, Anavy, Lady Pad, Charlie Banana, Hu-da, AngelPads, Lunapads, Blümchen und viele mehr. Bei Kukilu setzt man auf Regionalität und bietet Stoffbinden der österreichischen Firma Popolini an.


Stoffbinden können bei 60 Grad oder auch mal höheren Temperaturen in der Waschmaschine gewaschen werden. Zuvor ist ein kurzes Ausspülen mit kaltem Wasser empfehlenswert. Für unterwegs gibt es praktische kleine Nasstaschen, in denen benützte Stoffbinden sicher und geruchsfrei transportiert werden können. Auf der Seite von Erdbeerwoche – ebenfalls ein Tipp von Barbara ;-) – findet man neben Pflege- und Anwendungstipps viele weitere hilfreiche Infos über Stoffbinden und –slipeinlagen. Schaut doch mal hier vorbei. 

 

Wer sich trotz vieler Vorteile nicht mit Menstruationstasse oder Stoffbinden anfreunden kann und lieber bei Wegwerfprodukten bleiben möchte, greift aus Liebe zur Umwelt und zum eigenen Körper am besten zu BIO-Binden, die es etwa von Natracare oder Organic gibt. Eine super Sache sind die kompostierbaren Damenbinden von Naty. Sie sind aus natürlichen und nachwachsenden Rohstoffen wie Zellulose und Maisstärke, atmungsaktiv und enthalten weder Chlor noch Duftstoffe.

 

Nächste Woche ist Weltfrauentag und zu diesem Anlass hat sich die liebe Barbara von Kukilu etwas ganz Tolles einfallen lassen, um uns Frauen eine Freude zu machen und vielleicht die eine oder andere zu ermutigen, es mit Menstruationstasse oder Stoffbinden zu versuchen. Am Donnerstag, den 8. März 2018 gibt es im Laden satte 20% Ermäßigung auf Ladycup und Slipeinlagen aus Stoff!

 

Und obendrauf habt ihr jetzt hier noch die Chance, eine Menstruationstasse zu gewinnen. Die Gewinner darf sie sich bei Kukilu im Geschäft einen LadyCup nach Wahl aussuchen. Was ihr dafür tun müsst?

  • Kommentiert hier mit ein paar Worten, was ihr jetzt schon im Alltag umsetzt, um unnötigen Müll zu vermeiden. Wir freuen uns auf eine schöne Ideensammlung :-).

 Das Gewinnspiel beginnt ab sofort und endet am Montag, den 5. Februar um 12:00. Abends wird dann die Gewinnerin bekanntgegeben.

 

Teilnahme ab 18 Jahren. Der Gewinner wird namentlich auf meiner Seite genannt und meldet sich binnen 3 Tagen nach Bekanntgabe direkt bei Kukilu. Keine Barauszahlung. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 

Viel Glück!


*BEENDET*
Die Gewinnerin ist *Bettina Muhr*. Herzlichen Glückwunsch, bitte setze dich direkt mit Barbara von Kukilu in Verbindung.
Alle anderen möchte ich gern die -20% Aktion am Weltfrauentag am Donnerstag in Erinnerung rufen!

 

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Kommentare: 3
  • #1

    Patricia (Mittwoch, 28 Februar 2018 06:56)

    Wie viel Plastikmüll im Badezimmer anfällt ist unglaublich. Ich bin auf dem Weg, jegliche Shampoos und Duschgels und Flüssigseifen, Bodylotions und Deo zu verbannen. Sie werden nach und nach ersetzt durch Hartseifen, die keine Plastkverpackung brauchen. Mein Kind wird mit Stoffwindeln versorgt. Mir fehlt nur ein adäquater Ersatz für Zahnpasta.Mit Erde oder gar ganz weg, kann ich mich nicht anfreunden.

  • #2

    Mandy Daniel (Mittwoch, 28 Februar 2018 16:09)

    Kaufe oft Nachfüllpackungen von Seife, shampoo, etc...kaufe Obst lose und wickle mit Stoffwindeln. Selbstgemachte Feuchttücher und Nähe aus Kleid und von mir noch Kinderkleidung...

  • #3

    Bettina (Mittwoch, 28 Februar 2018 21:28)

    Ich verwende schon lange die Menstruationstasse, würde allerdings eine größere brauchen. Ich nehme zusätzlich die waschbaren Stoffeinlagen und bin voll zufrieden.
    Müll vermeide ich aber auch beim Lebensmittel kauf, da fahr ich mit meinem Stoffsackerl von Bauer zu Bauer und hol mir ab Hof oder am Bauernmarkt was ich brauch.
    Kosmetik mach ich selber und Kleidung besorge ich größtenteils gebraucht�
    Mit unseren Essenstesten füttern wir Hühner. In unserer Restmülltonne landet nur Asche und Knochen.

    Frauenärzte müssten mehr darüber informieren!!!

    Martina Muhr Jessica Kloch Silke Redlinger