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Bewegung, Spiel und Spaß mit Bettbezügen

 

Mit Alltagsmaterialien und etwas Kreativität lassen sich ganz leicht Bewegungsanreize und Spielideen für Kinder anbieten. Diese Dinge befinden sich in fast jedem Haushalt, kosten nichts und bieten eine Abwechslung zu klassischen Spielsachen. Eine spannende Sache mit vielen Variationsmöglichkeiten zur Förderung von Motorik und Wahrnehmung ist alte Bettwäsche. Vielleicht finden sich bei Oma noch wenig genutzte Kissen- und Deckenbezüge im Schrank und ihr könnt ein paar der folgenden Ideen ausprobieren.

 

Sackhüpfen

 

Kissenbezüge haben eine gute Größe, um von kleineren Kindern als Säcke zum Hüpfen verwendet zu werden. Je nach Lust und Laune und Alter der Kinder wird fröhlich durch die Gegend gehüpft oder ein kleiner Parcours mit Wendemal ausgesteckt.

 

Luftballonbett

 

Eine Riesenspaß ist die Luftballonmatratze. Dafür wird ein Deckenbezug mit aufgeblasenen, gut zugeknoteten Luftballons gefüllt. Die Kinder können sich drauf fallen lassen, rollen oder Purzelbäume schlagen.

 

Rasante Fahrt

 

Dieses Spiel eignet sich eher für Innenräume, da ein glatter Boden wie Parkett oder Fliesen von Vorteil ist. Ein oder mehrere Kinder setzen sich auf einen Deckenbezug und werden von einem Elternteil durch den Raum gezogen. Alternativ können sich die Kinder gegenseitig herumziehen.

 

Seilziehen

 

Längs gefaltete Bettdeckenbezüge eignen sich auch wunderbar zum Seilziehen.

 

Müller Sackerl

 

Zwei Erwachsene halten einen Deckenbezug in Form einer Hängematte und schaukeln das Kind darin.

 

Wie auf Schlittschuhen

 

Auch das klappt vor allem auf glatten Böden. Zwei Kissenbezüge werden am Boden ausgebreitet und mit je einem Fuß betreten. Damit kann dann über den Boden gerutscht werden, ähnlich der Bewegung beim Schlittschuhlaufen. Etwas leichter ist es, wenn nur ein Kissenbezug verwendet wird und der zweite, freie Fuß wie beim Rollerfahren anschieben kann.

 

Tastsackerl

 

Gemeinsam begibt man sich mit einem Kissenbezug auf einen Streifzug durch Wohnung oder Garten und sammelt darin verschiedenste Gegenstände. Im Anschluss dürfen die Kinder mit den Händen hineingreifen und durch Tasten versuchen, die Dinge wieder zu erkennen und zu benennen.

 

Versteckte Kinder

 

Vor allem für kleine Kinder erfordert dieses Spiel etwas Mut. Sie klettern in einen geöffneten Deckenbezug und verstecken sich darin. Mutter oder Vater ertasten dann verschiedene Körperteile mit sprachlicher Begleitung wie etwa „Wo ist denn die Nase?“ oder „Ah, ein Bein. Und da, noch eins.“ Zum Schluss kann das Kind – wenn es das denn mag - gekitzelt oder fest gedrückt werden und wird dann wieder ausgepackt.

 

Inselhüpfen

 

Mehrere Bettbezüge in verschiedenen Größen werden in ausgebreitet oder gefalteter Form auf der Wiese oder einem nicht-rutschenden Untergrund so aufgelegt, dass es möglich ist, von einem zum nächsten zu steigen oder hüpfen, ohne den Boden dazwischen zu berühren.

 

Gespenster unterwegs

 

Wenn Kinder ohne Anleitung Bettbezüge zum Spielen bekommen, entsteht diese Variante oft von selbst. Was liegt näher, als sich in ein Gespenst zu verwandeln, indem man sich einen Deckenbezug über den Kopf zieht. Modelle aus dünnem Stoff ermöglichen es auch, dass man dabei ein bisschen etwas sehen kann. „Buhu“-Schreie sind natürlich Pflicht ;-).

 

Wäsche aufhängen

 

Eine tolle feinmotorische Übung entsteht, wenn man ein Seil oder eine Wäscheschnur in Kinderhöhe aufhängt und ein paar Kissenbezüge und Wäscheklammern bereitstellt. Viele Kinder lieben diese Art von Arbeit.

 

Gegenwind

 

Ein Kissenbezug wird vor den Bauch gehalten und dann wird losgelaufen. Wer schafft es nun, ihn loszulassen und so schnell zu rennen, dass der Stoff nicht zu Boden fällt?
Große Deckenbezüge können beim Laufen wie Fahnen durch die Luft wehen.

 

Knotenball

 

Wenn man einen lockeren Knoten in einen kleinen Kissenbezug macht und die Enden noch ein bisschen einschlägt und dazusteckt, lässt sich damit sehr gut werfen und fangen üben. Kleine Kinder tun sich damit oft leichter, als mit einem glatten Ball und ängstliche Fänger haben vor dem weichen Material weniger Respekt.

 

Sachen transportieren

 

Schwere Dinge schieben und ziehen ist wichtig für die Entwicklung einer guten Körperwahrnehmung. So kann man je nach Lust und Laune große oder kleine Bezüge mit verschiedensten Dingen (Spielsachen aller Art, Bauklötze, Steine, Holzstücke,…) füllen und diese von A nach B transportieren und herumschleppen.

 

Höhle bauen

 

Last but not least ein wahrer Klassiker – unter Zuhilfenahme von Tischen, Sesseln, Sonnenschirmen oder dergleichen und ein paar Wäscheklammern entstehen tolle Häuschen und Höhlen zum Kuscheln und Verstecken. Kleinere Kinder brauchen dabei natürlich Anleitung und Hilfe, größere werden gern schon selbst zu kreativen Baumeistern und sind stolz auf ihre Werke.

 

Und nun: Viel Spaß!

 

 

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