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Die Bedeutung des Radfahrens für die kindliche Entwicklung

 

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Abgesehen vom Spaßfaktor – warum sollten kleine Kinder schon Radfahren? Hat das irgendwelche Vorteile? Ein gutes Kinderfahrrad wie etwa das woombike kostet durchaus Geld und im Laufe der Jahre muss immer wieder ein größeres her, denn nur wenn das Rad wirklich zum Kind passt, macht das Radeln auch Spaß.

 

Nach einem guten Jahr Laufraderfahrung hat der Sohnemann vor kurzem sein erstes richtiges Fahrrad bekommen. Denn ja, Radfahren hat viele Vorteile und fördert die kindliche Entwicklung ganzheitlich in den unterschiedlichsten Bereichen. Über unsere Erfahrungen mit dem woombike berichte ich später, zuerst möchte ich noch die wichtigsten Aspekte beleuchten, welchen Wert das Radfahren für die Entwicklung unserer Kleinsten hat.

 

 

Naheliegend ist natürlich die motorische Entwicklung. Radfahren ist ein komplexer Bewegungsablauf und erfordert neben Gleichgewicht und Kraft vor allem auch koordinative Fähigkeiten beim Treten der Pedale und beim Lenken. Laufrad- und Dreiradfahren sind hierfür die ideale Vorbereitung.

 

Beim Radfahren werden viele Sinne angesprochen. Eine gute vestibulare Wahrnehmung, also ein gut ausgebildeter Gleichgewichtssinn, stellt die Basis für gelingendes Lernen dar und wirkt sich auch positiv auf Aufmerksamkeit und „Still-Sitzen-Können“ aus. Die sogenannte Tiefenwahrnehmung wird beim kräftigen Treten in die Pedale sowie beim Abstützen am Lenker aktiviert. Das muss außerdem seinen Sehsinn nutzen, um eventuelle Hindernisse am Weg zu erkennen und auch Geräusche wahrnehmen können, etwa wenn sich ein Auto nähert oder die begleitenden Eltern Anweisungen geben.

 

Radfahren fördert in hohem Ausmaß Konzentration und Ausdauer. Nur wer gut bei der Sache ist, auf den Weg achtet und die Bewegungen ruhig und gleichförmig ausübt, wird gut und sicher radeln.

 

 

Ganz wichtig finde ich auch den emotionalen Faktor. Radfahren erfordert anfangs Mut und das Sich-Einlassen auf eine neue Bewegungserfahrung. Auch wenn es mit den modernen, leichten Rädern wie dem woom relativ schnell zu erlernen ist, braucht das Kind Geduld und Durchhaltevermögen. Andererseits ist auch ein wenig Respekt vor der Geschwindigkeit vonnöten sowie gezielt eingesetzte Vorsicht, um keine schweren Stürze zu provozieren. Dieses Abschätzen von Risiken und die Entwicklung eines angemessenen Gefahrenbewusstseins können dem Kind in allen Lebensbereichen zugutekommen. Und wenn es dann doch mal stürzt, was ja auch dazugehört, kann es daraus lernen.

 

Beim Radfahren mit Eltern und Geschwistern werden Kinder schrittweise an die Teilnahme am Straßenverkehr herangeführt und könenn hier altersgerechte Kompetenzen entwickeln. Verkehrsregeln werden nach und nach erlernt und begriffen.

 

Ein Fahrrad ist für ein Kind ein wertvoller Besitz und es kann ihm damit ein sorgsamer Umgang mit Eigentum nahegebracht werden. So wird bei uns beispielweise das Rad gemeinsam geputzt und gepflegt und es hat einen festen Platz, wo es geparkt wird, anstatt lieblos in einer Ecke zu landen.

 

 

Bewegung im Allgemeinen – und dazu gehört Radfahren natürlich auch – ist immens wichtig für die Kindergesundheit. Sie beugt Übergewicht vor, verbessert das Körpergefühl und führt zu mehr Wohlbefinden. Radfahren an der frischen Luft stärkt das Immunsystem und lässt Kinder widerstandsfähiger gegen Krankheiten werden. Zudem sind Kinder, die sich viel draußen auspowern können, im Alltag oft ausgeglichener und zufriedener.

 

Last but noch least macht Radfahren einfach Spaß. Viele Kinder spüren den Reiz dieser speziellen Fortbewegung und haben viel Freude daran. Als Familie bietet Radfahren eine schöne Möglichkeit, gemeinsam etwas zu unternehmen, sinnvoll Zeit miteinander zu verbringen und sich dabei zu bewegen.

 

 

 

Na, überzeugt? Dann erzähle ich euch jetzt, wie es bei uns gelaufen ist mit dem Erlernen des Radfahrens.

 

Nachdem es mit dem Laufrad beim Sohnemann schon sehr gut klappte und er auch längere Strecken mit hochgehobenen Füßen die Balance halten konnte, erschien es uns nun mit dreieinhalb Jahren die richtige Zeit für ein Fahrrad zu sein. Nach ein paar Internetrecherchen und den Erfahrungen von Bekannten entschieden wir uns für ein woombike. Vielen Dank an dieser Stelle an das Unternehmen, die unser Vorhaben und diesen Blogbeitrag mit einem tollen Rabatt unterstützte.

 

Die Homepage ist sehr informativ und so war schnell klar, dass das woom 2 das Passende war. Die Bestellung wurde in kürzester Zeit bearbeitet und schon wenige Stunden später war das Rad am Weg zu uns. Die Freude beim Auspacken war groß – sowohl für den Sohnemann, der sehr aufgeregt und begeistert war als auch für mich, denn das Rad wurde fast vollständig montiert geliefert. Der kleine Mann wollte mit dem Aufbau auf den Papa warten, aber das Montieren des Lenkers und der Pedale hätte sogar ich Techniknull auf die Reihe gebracht.

 

Als alles an Ort und Stelle war und der Sattel die richtige Höhe hatte, spielten wir erst ein wenig mit den Pedalen und der Sohnemann schob das Rad zu einem geeigneten ebenen Straßenstück. Wir hatten extra auf den Papa gewartet und als der kam, war der Sohnemann leider schon etwas müde, so fiel der erste Versuch sehr kurz aus. Dennoch fuhr er da schon die ersten Meter allein. Bei den nächsten „Ausfahrten“ wollte er erst mal das Bremsen, Stehenbleiben und Absteigen üben und hatte das bald perfektioniert. Weiter als ein paar Meter wollte er aber nicht fahren. Wir ließen ihn, Druck machen bringt da meiner Meinung nach sowieso nicht und ich war überzeugt davon, dass der Spaß am Radfahren bestimmt bald kommen würde. Genau so war es dann auch, plötzlich klappte es wie von selbst und nach insgesamt vielleicht 20 Minuten Probieren radelte er problemlos und mit dickem Grinser im Gesicht herum. Er kann selbstständig die Pedale richten, aufsteigen und wegfahren, er kann Hindernissen ausweichen und Kurven fahren und anschließend wieder bremsen und absteigen. Und vor allem hat er Freude daran und ist mächtig stolz.

 

 

 

Ich würde mich jederzeit wieder für ein Fahrrad von woom entscheiden. Es ist wirklich unglaublich leicht, sehr hochwertig verarbeitet und perfekt auf die Bedürfnisse von kleinen Fahranfängern geeignet. Die Bremsen sind mit kleinen Händen gut zu bedienen. Die Farben sind fröhlich und leuchtend und die Räder als Ganzes ein Blickfang. Auch das Zubehör wie Ständer und Glocke, das sich individuell dazu bestellen lässt, ist von guter Qualität und sehr funktional.

 

 

Den Eltern von kleinen Fahrradfahrern kann ich abgesehen von dieser Produktempfehlung noch Folgendes raten:

 

Lasst eure Kinder viel und lange mit dem Laufrad fahren, das bringt fürs Erlernen des Radfahrens wirklich enorm viel. Unser Laufrad hatte auch eine Bremse, so dass dem Sohnemann der Umgang damit auch schon bekannt war. Wenn dann auch noch das Treten mit Dreirad oder Trettraktor schon bekannt ist, ist der Schritt zum Radfahren nicht mehr so groß.

 

Lasst den Kindern Zeit und erlaubt ihnen, das Radfahren in ihrem Tempo zu erlernen. Es darf Spaß machen, muss aber nicht. Möglicherweise ist der richtige Zeitpunkt auch erst in drei oder sechs Monaten oder das Kind braucht wie unser Sohnemann mehrere kurze Anläufe, bevor es „klick“ macht. Andere Kinder mit Rädern können motivierend wirken oder auch das Gegenteil bewirken, auch hier muss individuell geschaut werden. Bedürfnisorientierte Elternschaft macht auch vor dem Radfahren nicht Halt ;-).

 

Schaut euch unbedingt diese Tipps auf der woom-Homepage an, da sind richtig gute Ra(d/t)schläge zum Üben des Radfahrens dabei.

 

Helm tragen ist natürlich ein Muss und hier kann ich nur raten, einfach mit gutem Vorbild voranzugehen und auch selbst einen Fahrradhelm zu tragen. Dann wird es für die Kinder auch selbstverständlich.

 

Und nun – viel Spaß! Ich freue mich über eure Erfahrungsberichte, kommentiert doch gerne wie es bei euch lief und läuft mit dem Biken <3.

 

 

 

 

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