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Einkaufen mit Kindern – Stressvermeidung durch Beteiligung

 

Ich bin ganz ehrlich: Einkaufen ist nicht mein Ding. Ich mag keine Shoppingtouren und kann es schwer nachvollziehen, dass das für viele Menschen Freude und Entspannung bringt. Lebensmitteleinkäufe sind aber nun mal nötig und meine Kinder sehen die Sache auch etwas anders. Sie lieben es, mit mir in den Supermarkt zu fahren und den Wocheneinkauf zu erledigen. Lange Zeit war das allein mit zwei kleinen „Ich mag aber überhaupt nicht im Einkaufswagen sitzen bleiben“ - Kindern echt stressig für mich. Inzwischen haben wir einen ganz guten Weg gefunden, wie ich halbwegs entspannt bleiben kann und die Freude und Motivation der Kinder noch höher wurde. Beteiligung heißt das Schlüsselwort, und das von Beginn an.

 

Ich erzähle euch hier mal vom optimalen Ablauf, der natürlich im Real Life nicht immer so reibungslos funktioniert. Manchmal habe ich nicht genug Zeit, um alles gemeinsam mit den Kindern zu machen, der Einkauf erfolgt ganz spontan oder der Papa ist daheim und beschäftigt die Kinder, wenn wir zuhause ankommen und ich verräume die Einkäufe allein. Idealerweise läuft das aber so:

 

Unsere Vorbereitungsarbeit beginnt schon daheim. Wir schauen gemeinsam in den Kühlschrank und in die Vorratsladen, überlegen was wir die nächsten Tage kochen werden und was uns sonst noch fehlt oder sich dem Ende neigt. Ich schreibe dann eine Einkaufsliste und der Sohnemann zeichnet oder bastelt sich mit meiner Hilfe seine eigene. Aktuell hat er viel Freude daran, eine Auswahl der benötigten Lebensmittel aus Prospekten auszuschneiden und auf einen Zettel zu kleben. Das Töcherlein schnippelt und klebt natürlich auch schon mit, auch wenn das Ergebnis bei ihr noch nicht ganz so sauber wird ;-). Alternativ kann ich euch die Einkaufskarten der Wunderwerkstatt ans Herz legen, auch damit können die Kinder beim Einkaufen ganz wunderbar selbstständig agieren.

 

 

Wenn wir Einkaufen fahren, achte ich wenn möglich darauf, dass wir ausreichend Zeit dafür haben. Ebenso hat es sich bewährt, einen Zeitpunkt zu wählen, wo keines der Kinder müde oder hungrig ist, denn das lässt die Laune und Kooperationsbereitschaft schnell sinken.

 

Im Supermarkt gibt es dann diese von Müttern zwiespältig betrachteten Kindereinkaufswägen. Wenn man mit mehreren Kindern unterwegs ist und jedes im Höllentempo seinen eigenen kleinen Wagen durchs Geschäft manövriert, ist das eher mit Schweißausbrüchen als mit Freude über die kindliche Selbstständigkeit verbunden. Aber ich habe wirklich die Erfahrung gemacht, dass es mit einer klaren Aufgabe sehr gut klappt – und diese Aufgabe lautet, alle Produkte vom Einkaufszettel zu suchen und in den Wagen zu legen. Manchmal helfe ich dabei, die richtigen Regale zu finden oder lege Veto ein, wenn ich lieber ein alternatives Produkt möchte, aber in unserem Lieblingssupermarkt findet der Sohnemann mit seinen 3,5 Jahren schon vieles allein und erkennt dabei, welche Marken wir gern verwenden. Mir bleibt dabei im Normalfall genügend Zeit, um alle anderen benötigten Lebensmittel, die nur auf meiner Liste stehen, ebenfalls zusammenzusuchen.

 

 

Wenn alle Sachen gefunden sind, geht’s ab zur Kassa und auch da habe ich immer zwei fleißige Helfer, die beim Aufräumen aufs Förderband und anschließend beim Wiedereinräumen in den Einkaufswagen helfen. Beim Auto ist die Motivation dann teilweise schon etwas verflogen, aber oft hilft mir vor allem das Töchterlein dann zuhause auch noch beim Einräumen der Lebensmittel in die entsprechenden Küchenschubladen, die sie gut erreichen kann.

 

Wie so oft ist Lob für die geleistete Arbeit hier gar nicht nötig. Es erfüllt die Kinder mit Stolz und Zufriedenheit, dass sie sich an den Familienaufgaben beteiligen und gebraucht werden.

 

Dennoch gab es auch schon die Situation, dass beide Kinder sehr übermütig und energiegeladen in den Laden gestürmt sind und ich Sorge um die Flaschen in den unteren Regalreihen hatte. In solchen Momenten bin ich für klare Worte und wenn das nichts ändert, bleibt meine Hand am Kindereinkaufswagen verhindert wildes Herumsausen. Auch habe ich schon den Wagen des Töcherleins geparkt und sie wechselte für den Rest des Einkaufs ins Tragetuch beziehungsweise den Ringsling, den ich für den „Notfall“ dabeihabe.

 

 

 

 

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